HP Envy 14 Spectre im Test

by admin on 22. Mai 2012 · 0 comments

HP Envy 14 Spectre

Auch HP startet fast zeitgleich mit dem Dell XPS 13 auf dem deutschen Ultrabook-Markt durch. Um sich von anderen Ultrabooks zu unterscheiden, setzt HP vor allem auf ein hochauflösendes Display (zumindest für ein Ultrabook), viel Gorilla Glas und Beats-Audio-Lautsprecher, die für ein tolles Klangerlebnis sorgen sollen. Mit dieser Kombination sollen Käufer gewonnen werden. Wir schauen in unserem Test des HP Envy 14 Spectre, was das neue Gerät alles kann und wo die Stärken und Schwächen liegen.

Der Test des Envy 14 Spectre im Detail

Das Äußere:
Das Gehäuse macht auf den ersten Blick einen sehr schicken und eleganten Eindruck, was vor allem an der verwendeten schwarzen Farbe liegt. Der Deckel des HP Envy 14 Spectre wurde hochwertig verarbeitet und mit einer Menge kratzfestem Gorilla-Glas verstärkt. Sehr auffällig ist das HP-Logo, welches ähnlich wie beim Macbook Air beleuchtet wird, wenn das Ultrabook im Einsatz ist. Das Gerät macht einen sehr stabilen Eindruck.

Aussenansicht

Die Maße des HP Ultrabooks bewegen sich im oberen Bereich aller von uns bisher getesteten Ultrabooks. Die Höhe beträgt 20 Millimeter, wovon 7 Millimeter auf das Display entfallen. Auch die Breite und Tiefe sind deutlich größer als bei vergleichbaren Ultrabooks. Das Gewicht schlägt mit 1807 Gramm zu Buche, was für ein Ultrabook schon relativ schwer ist.

Auf der Unterseite des HP Envy 14 Spectre, die aus mattem Kunststoff gefertigt ist, findet man die Beats-Audio-Lautsprecher. Hier wurden 2 Lautsprecher eingebaut, die mit einem großen Beats-Audio-Logo versehen wurden.

Das Innere:
Wenn man das HP Envy 14 Spectre aufklappt, hat man zunächst das Gefühl, dass man ein Macbook Air geöffnet hätte. Das Design mit der schwarzen Tastatur und dem silbernen Grundton erinnert doch sehr an den Trendsetter. Das Öffnen selbst geht übrigens gar nicht so leicht, man braucht eigentlich immer beide Hände. Das Touchpad und die Tastatur funktionieren gut, wenn auch nicht so gut wie z.B. beim Dell XPS 13.

Das eigentliche Schmankerl des HP Ultrabooks ist jedoch das Display. Dieses wurde komplett rahmenlos in das Envy 14 Spectre eingelassen und mit jeder Menge Gorilla Glas geschützt. Das 14 Zoll Display ist deutlich größer als bei vergleichbaren Modellen und kann eine bisher bei Ultrabooks unerreichte Auflösung von 1600×900 Pixel auf den Bildschirm zaubern. Nun wird auch klar wieso das Gerät größer und schwerer ausfällt als die Konkurrenz.

Die Helligkeit erreichte einen Durchschnittswert von 230 cd/m². Das Kontrastverhältnis fällt mit einem Wert von 413:1 gut aus. Obwohl die Werte nicht optimal sind, war der Bildeindruck jedoch stets gestochen scharf. Einziger Kritikpunkt ist das spiegelnde Display, das die Verwendung im Sonnenlicht merklich einschränkt.

Das Technische:
Wie bei Ultrabooks üblich wurde auch beim HP Envy 14 Spectre ein Intel Core i5-2467M Dual-Core Prozessor verbaut. Der Prozessor erreicht damit einen Takt von 1,6 GHz und kann mit Turbo-Boost sogar bis 2,3 GHz aufgebessert werden. Darüber hinaus kommen ein 4 GB RAM Arbeitsspeicher und eine 128 GB fassende SSD-Festplatte zum Einsatz.

Die Performance des Envy 14 Spectre hat bei unserem Test ordentlich aber nicht spektakulär abgeschnitten. Alle Käufer können sich aber beim HP Ultrabook auf flotte Zugriffszeiten freuen. Der Betrieb erfolgt außerdem relativ geräuscharm und auch stromsparend (dazu aber mehr im nächsten Abschnitt). Die Temperaturentwicklung war auch recht angenehm und kam im Extremfall auf grade mal 40 Grad.

Bei der Ausstattung kann das HP Ultrabook im Gegensatz zur Konkurrenz glänzen. Es stehen 2 USB-Anschlüsse zur Verfügung (je einmal 2.0 und 3.0) und auch ein LAN-, ein HDMI- und ein mini Display-Anschluss stehen zur Verfügung. Darüber hinaus hat HP einen großen Wert auf den Sound gelegt und auch dementsprechend eine Mutetaste und einen Lautstärkeregler in das Gehäuse für einen schnellen Zugriff integriert. Der Audio-Anschluss kann zudem auch als Mikrofon-Anschluss verwendet werden.

Die Batterie:
HP gibt für sein Ultrabook eine maximale Akkulaufzeit von bis zu 9 Stunden an. Diesen Wert konnte das Ultrabook bei uns jedoch nicht ganz erreichen. Im normalen Gebrauch hat das Gerät etwas mehr als 4,5 Stunden durchgehalten. Allerdings konnten wir bei minimaler Bildschirmhelligkeit und nach dem Ausschalten von Funkanschlüssen eine Laufzeit von 8 Stunden und 30 Minuten erreichen. Ein Vorteil ist, dass der Akku bei diesem Modell vom Nutzer selber ausgetauscht werden kann. Allerdings muss man dazu ein Siegel brechen und verliert damit auch seinen Garantieanspruch.

Das Fazit zum Test des HP Envy 14 Spectre

Das neuste Gerät der Envy-Reihe versteht sich selbst als High-End-Gerät. HP versucht an mehreren Stellen die absolute Spitzenklasse im Bereich der Ultrabooks darzustellen. Dies gelingt vor allem beim Design, bei der Größe des Displays und bei den sehr gut klingenden Lautsprechern. Natürlich hift bei der Klangqualität die Zusammenarbeit mit Beats Audio merklich weiter. Aber auch der Rest des Envy 14 Spectre weiß zu überzeugen. Die Performance ist ordentlich, die Akkulaufzeit gut und die technische Ausstattung mit Anschlüssen ausgezeichnet für ein Gerät dieser Klasse. Richtig negativ ist nur das stark spiegelnde Display im Außeneinsatz und das relativ hohe Gewicht aufgefallen. Ansonsten weiß das HP Envy 14 Spectre auf der gesamten Linie zu überzeugen. Diese Qualität kommt aber auch mit einem immensen Preis. Die günstigste Variante ist ab 1.399 € erhältlich. Wenn der Preis nicht so hoch wäre, dann könnte das HP Envy 14 Spectre wohl noch höher in unserer Testbewertung abschneiden. So reicht es aktuell zu Platz 5!

Die Technischen Daten zum HP Envy 14 Spectre in der Übersicht:

Technische Daten
Hersteller:HP
Bildschirm Größe:14 Zoll
Maximale Auflösung:1.600 x 900 px
Prozessorgeschwindkeit:1,6 GHz
Arbeitsspeicher:4 GB
Festplatte:128 GB SSD
Akku Laufzeit:bis zu 8 Stunden 30 Minuten
Standby:bis zu 30 Tage
Breite:32,7 cm
Höhe:21 mm
Tiefe:22,1 cm
Gewicht:1,8 kg

Zum Abschluss noch ein Video zum Test des HP Envy 14 Spectre:

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